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Schirm-Gottesdienst

September 11, 2019

„Wär ungerem Schirm und Schutz vom Höchschte, em grosse Gott isch, darf bi ihm Rueh finde. Denn Gott isch dr Gröscht und Stärchscht und het aui Macht!  –  Wenn ig by ihm bi, denn darf i säge: »Du bisch min Ort woni hi cha hi flüchte. Bi dir bini sicher, wie inere sichere Burg. Mi Gott, i vertroue dir!“

Psalm 91, 1-2

 

Ein Schirm kann gegen Durchnässung durch den Regen schützen, aber ebenso gegen die Hitze der Sonne. Dies stellten wir im Generationen-Gottesdienst im August 2019 mit den Kindern fest.

Gerne blende ich auf unseren Schulanfang-Gottesdienst, der vom Inhalt her für mich immer noch als wichtiger Hinweis Gottes in unser Leben und unsere Gemeinde hinein redet und leuchtet.

Es war ein fröhlicher Gottesdienst für Jung und Alt. Köstlich, als wir uns dann unter dem Schirm, mit etlichen Kindern darunter, geborgen fühlten und eine besondere Atmosphäre wahrnehmen durften.

Genau eine solche Geborgenheit und ein besonders wohltuendes Lebensgefühl kann Jesus in unser Leben hinein schenken, machten wir uns bewusst.

Immer wieder kommen Erfahrungen an uns heran, die uns verunsichern und traurig machen. Sie können auf uns wie unerträgliche und stechende Hitze im Sommer oder wie unangenehme Durchnässung durch Regen wirken.

Die Frage ist dann an dich und mich: „Bin ich immer wieder mit dem Schirm Gottes unterwegs, den der Beter im Psalm 91, 1-2 beschreibt?“

* Gott sagt damit: Habe keine Angst! Jesus tut gut und hilft! (Gibt Schatten wie ein Schirm!)

* Bete zu Jesus und vertraue ihm! Das wird wie zum schützenden Schirm, zur Geborgenheit seiner bergenden Arme und wie der Schutz von Burgmauern, dies inmitten von schwierigen Situationen deines Lebens!

* Du wirst frei – befreit! Dies schenkt einen befreiten Blick aufs Leben!

* Über alles kannst du mit Jesus reden! So genial! Er versteht dich und hilft dir! Er ist dir total nahe wie ein Freund und doch ist er auch einflussreicher König!

* Und spannend ist dann, wenn du diesen Schutz Gottes erlebst, kannst du viel freier ins Leben hinein schauen, erhältst einen offenen und ungehinderten Blick auch für Andere und für Nöte anderer Menschen und getraust dich, ihnen beizustehen und ihnen damit eine Art Schutzschirm zu werden…

 

Überlege dir:

* Wo hast du Gott konkret wie einen Schirm erlebt?

* Wo gibt es für dich Situationen, die für dich unangenehm sind. Teilst du diese Situationen deines Alltags, deiner Mitmenschen und deiner Gemeinde und Kirche täglich mit Jesus im Gebet?

* Wo kannst du andere Menschen auf den schützenden Schirm hinweisen?

* Wo willst du für andere in deinem Lebensumfeld, Familie, Nachbarschaft, Arbeit deinem Aufenthaltsort und in deiner EMK-Gemeinde schützender Schirm werden – oder ein Engel, ein von Gott gesandter Bote und eine von Gott gesandte Hilfe?

Ich auf alle Fälle möchte sehr gerne diesen täglichen Schirm Gottes im Alltag mitführen, damit leben und mich befähigen lassen, dass auch ich ein Schirm, eine Geborgenheit, eine Hilfe für andere in schwierigen Situationen werde! Ihr auch?

Übrigens: Rettung, Liebe, Freude, Lichtblicke, Hilfe ins manchmal dunkle Leben hat Jesus an Weihnachten in diese Welt hinein gebracht. Ist dies nicht auch eine Art Schirm Gottes im Leben erfahren?

 

Mit fröhlichen Grüssen

Urs Ramseier, Pfarrer