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Eindrücke vom GEWO „Blick in den Spiegel“

Das Gemeindewochenende (GEWO) vom letzten Oktober 2018 ist schon Geschichte. Simon Mösching, Ruedi Trachsel, Rosmarie Matti und Selina von Siebenthal waren bereit, ein paar Fragen zu beantworten …

 

Was hat dich motiviert ins Gemeindeweekend zu gehen?

 

Rosmarie: Aus der Erfahrung heraus waren die GEWO’s für mich immer sehr wertvoll und bereichernd. Zeit mit den GemeindeLeuten und Gott verbringen, Gemeinschaft geniessen, „dorfen“ und gegenseitig austauschen, z.B. wo man gerade «dran» ist, was man im Alltag und mit Gott erleben durfte. Ich geniesse es jedes Mal mich verwöhnen zu lassen, einfach an den gedeckten Tisch sitzen zu können und das Menü auswählen zu dürfen, ohne selber studieren und planen zu müssen, was kochen und einkaufen.

 

Simon: Bislang war ich noch nie dabei, da ich meistens etwas anderes los hatte. Dieses Jahr konnte ich mir zum Glück die Zeit nehmen. Zum anderen dachte ich, dass ich es sehr begrüssen würde, dass die „jüngeren“ (in meinem Alter) aktiver in der EMK sind. Also war meine Schlussfolgerung, ich will mit gutem Beispiel voran gehen.

 

Selina: Es war für mich (und uns als Familie) eine Gelegenheit, eine Auszeit vom Alltag zu nehmen. Mich bewusst mit einem Thema auseinandersetzen und Inputs dazu zu erhalten, das tut mir zwischendurch sehr gut. Aber auch

Gemeinschaft mit Leuten aus der Gemeinde pflegen zu dürfen, das verbindet und gibt ein wohltuendes „Zusammengehörigkeitsgefühl“.

 

Ruedi: Ich hatte mich gefreut, wieder einmal ein Wochenende von Zuhause und dem Bauernbetrieb fort zu sein und einfach nur zu geniessen. Zeit zu haben, mit Freunden, Gemeindegliedern zusammen sein zu dürfen und auszutauschen. Das tut mir immer wieder gut.

 

Welche Gedanken, Sätze oder Bilder hast du davon mitgenommen? Was wurde dir wichtig?

 

Selina: Eine Geschichte fand ich toll, wo es darum geht: Wer setzt mir meinen Lebenshut auf (Gaben, Rollen, Identität …)? Lasse ich mir von meinem Schöpfer (Hutmacher) einen Hut anfertigen, der dann auch tatsächlich meinen Fähigkeiten und meiner Persönlichkeit entspricht – oder setzen andere Mitmenschen mir Hüte auf die nicht passen, mir zu schwer oder zu gross sind und mir mehr Last statt Schmuck sind? Will ich den Erwartungen anderer genügen und verpasse damit, was Gott für mich gedacht hat?

Auch ist mir neu aufgegangen, wie wichtig es ist, die Wahrheit (Bibel) zu kennen, denn diese macht mich frei. Und darin steckt ungeheure Kraft! Mehr Zeit in Gebet und „auf Gott hören“ investieren, statt mich zu sorgen und mich mit eigenen Lösungsvarianten umherzuschlagen. Menschen, Situationen bewusst Gott, seiner Führung und seinen Möglichkeiten anvertrauen.

 

Simon: Ich habe mitgenommen, dass ich öfters den Spiegel auf mich richte und mich frage: „Bin ich da wo ich/wo Gott mich haben will?“ Und nicht dass ich im Spiegel die anderen Mitmenschen beurteile, denn dies ist nicht meine Aufgabe.

 

Ruedi: Mir wurde zum Beispiel wieder bewusst, wie Jesus uns total gern hat! Er hatte nicht nur am Kreuz alles für mich gegeben sondern setzt sich jeden Tag in der heutigen Zeit für mich ein und meint es so gut mit uns! Das wurde mir an diesem Weekend sehr stark bewusst und berührte mich.

Zudem ist es im November ein Aufsteller. Denn da begegnet mir von der Bibellese her mit den jeweiligen Propheten oder dieses Jahr von der Offenbarung her oder auch im Missions-Gottesdienst über Algerien die Ernsthaftigkeit und die Schwere und die Bedrängnis des Glaubenslebens. Da tat es richtig gut, wahrzunehmen, dass Gott mit seiner Güte jeden Tag bei uns ist!

Auch von der Arbeit als Bauer her, geht die Aussenarbeit zu Ende und man muss die Arbeit für die Winterzeit wieder anders gestalten. Da tut diese wohltuende Zäsur so gut!

 

Rosmarie: In den Rückspiegel schauen, was kommt mir alles in den Sinn? Positive Erinnerungen und Erfahrungen für die ich sehr dankbar bin. – Negative Erinnerungen und Erfahrungen die ich mit Gottes Hilfe verarbeiten kann und das Angebot von der Heilung annehmen darf. In den Spiegel schauen und sich die Frage stellen: Wer bin ich? Was macht mich aus?

Ich gehöre zu Jesus, er bestätigt mich, Jesus lebt in mir, Jesus gibt mir meinen Wert, meine Identität.

Das Bild vom Dreieck ICH – DU – GOTT habe ich mitgenommen: Alles, auch schwierige Situationen, z.B. sich nicht verstanden fühlen …, darf ich bei Gott deponieren und ihm anvertrauen und ihn wirken lassen. Meine Herausforderung ist, geduldig und ruhig zu bleiben.

Was hat dir am GEWO am besten gefallen?

 

Ruedi: Gut getan hat mir, dass Jung und Alt da zusammentreffen konnten. Besonders die jungen Ehepaare mit Kindern zu erleben, gibt Mut und Freude – zu sehen und zu erleben, dass der Glaube weiter geht!

 

Selina: Mir gefiel das feine Essen! Einfach an einen gedeckten Tisch sitzen dürfen …, Wellness pur! Die „Mischung“ aus Themenblock, Lobpreis, Freie Zeit, fand ich gut geplant. Das UNO-Spiel am späten Abend war lustig, es „fägt“ einander auch mal ausserhalb des „Sonntagsgesichtes“ zu erleben …

Simon: Die Gemeinschaft mit den Gemeindemitgliedern und die Gespräche, die daraus entstanden sind – und die Lobpreis Zeit waren super!

 

Würdest du das Besuchen eines GEWO jemandem anderen weiterempfehlen. Wenn ja, weshalb?

 

Simon: Ja, auf jeden Fall! Es ist eine sehr gute Gelegenheit sich selbst, Gott und die ganze Gemeinde besser kennen zu lernen.

 

Rosmarie: Ja, weil man die Chance und Gelegenheit hat, persönlich etwas zu lernen, an sich «zu arbeiten» und auch Zeit hat, die Beziehungen innerhalb unserer Gemeinde zu pflegen.

 

Ruedi: Ja, unbedingt würde ich dies weiterempfehlen (siehe oben)! Es ist eine besondere Gelegenheit, mehr Zeit für- und miteinander zu haben. Diese Gelegenheit auch ausserhalb des Berufes und des Gemeindelebens zu ergreifen, wenn wir uns sonst jeweils am Sonntagmorgen nur kurz sehen …

 

Selina: Wie gesagt finde ich es toll, sich unter der Führung eines Referentenpaars auf ein Thema einzulassen. Man hat die Gelegenheit, mehr Zeit zusammen zu verbringen. Als Mutter von kleinen Kindern ist es für mich am Sonntagmorgen manchmal ziemlich sportlich. Es bleibt nicht sehr viel Zeit und Möglichkeit für Gespräche, Gedanken usw. An einem GEWO oder auch anderen Gemeindeanlässen gelingt es mir manchmal besser, Leben teilen zu können.

 

Herzlichen Dank euch Vieren für euren geteilten Einblick in eure Erfahrungen und Überlegungen!

Urs Ramseier